Eine Mülltonne wird nicht schmutzig, weil Müll drin war, sondern weil Flüssigkeit am Boden steht. Dort bilden sich der Geruch, die Ablagerungen und die Grundlage für Maden. Wer den Boden sauber und trocken hält, hat den Rest im Griff.
Am besten direkt nach der Leerung, wenn die Tonne leer und der Boden noch nicht wieder bedeckt ist. Gieße zwei bis drei Liter heißes Wasser hinein, gib einen Spritzer Spülmittel dazu und lass das zehn Minuten stehen. Die Wärme löst die eingetrockneten Reste, das Spülmittel bricht die Fettschicht.
Danach mit einer Bürste mit langem Stiel die Wände und besonders die Bodenkanten abschrubben. Dort sitzt der Belag. Anschließend ausspülen und die Tonne kopfüber oder mit offenem Deckel schräg an die Wand stellen, bis sie vollständig trocken ist.
Zum Schluss ein Schuss Essigreiniger auf den trockenen Boden, kurz einwirken lassen, nicht nachspülen. Essig nimmt die Geruchsspur, an der sich Fliegen orientieren.
Zweimal im Jahr genügt für Rest- und Papiertonne. Die Biotonne profitiert von einem dritten Durchgang im Hochsommer. Wer öfter reinigt, tut nichts Falsches, hat aber vor allem mehr Arbeit.
Ein Sonderfall ist die Zeit nach einem Madenbefall. Dann sollte die Tonne unmittelbar nach der Leerung heiß ausgewaschen werden, sonst bleiben Eier in den Kanten zurück.
Nicht in den Straßengully. Der führt in vielen Kommunen direkt in ein Gewässer, ohne Kläranlage dazwischen. Kipp das Wasser auf eine bewachsene Fläche im Garten oder, bei stärkerer Verschmutzung, in den Hausabfluss.
Im Winter ist die Außenzapfstelle meist abgestellt, und nasse Reinigung bei Frost schafft neue Probleme: Restwasser gefriert am Boden und macht die Tonne unbrauchbar. Deshalb wird im Winter trocken gearbeitet.
Nimm einen Handfeger und kehre lose Reste aus. Für festsitzende Stellen hilft ein Spachtel. Danach etwas Zeitungspapier auf den Boden legen, das nimmt anfallende Flüssigkeit auf und wird bei der nächsten Leerung mitentsorgt.
Die richtige nasse Reinigung machst du dann im Frühjahr, sobald es frostfrei ist.
Manche Entsorger bieten die Tonnenreinigung als Zusatzleistung an, meist ein- bis zweimal jährlich für einen niedrigen zweistelligen Betrag je Tonne. Gereinigt wird direkt am Fahrzeug mit Hochdruck und Heißwasser, das Abwasser wird mitgenommen und fachgerecht entsorgt.
Das ist gründlicher als jede Handreinigung und löst das Abwasserproblem. Für eine einzelne Restmülltonne im Einfamilienhaus lohnt es sich eher nicht, für mehrere Tonnen in einem Mehrfamilienhaus durchaus. Ob dein Entsorger das anbietet, steht in der Abfallsatzung oder auf dessen Website.
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